Diese beiden Ausdrücke werden oft verwechselt, aber die medizinische Definition ist wie folgt:
- Primäre Sterilität: diese besteht, wenn ein Paar nach einem Jahr ohne Empfängnisverhütung keine Schwangerschaft erzielt.
- Sekundäre Sterilität: diese besteht, wenn ein Paar nach dem ersten Kind, im Verlauf von zwei oder mehr Jahren keine neue Schwangerschaft erzielt.
- Primäre Unfruchtbarkeit: wenn das Paar trotz Schwangerschaft, diese nicht ganz austragen kann.
- Sekundäre Unfruchtbarkeit: wenn das Paar, nach einer vorangegangenen Schwangerschaft und normalen Geburt, keine neue Schwangerschaft zu einem vollständigen Ende mit einem Neugeborenen bringen kann.
In Spanien gibt es etwa 800.000 Paare mit Fruchtbarkeitsproblemen. Man geht von 18% der Paare im fruchtbaren Alter aus, die Schwierigkeiten haben, ein gesundes Kind zu empfangen
Man kann sagen, dass es beide Gruppen gleichermaßen betrifft. Beim Mann treten verschiedene Ursachen auf wie Veränderungen im Hodenbereich, Prostata-Erkrankungen, Verstopfung der Samenleiter, Veränderungen bei der Erektion oder dem Samenerguß oder auch Veränderungen im Samen. Bei der Frau lassen sich verschiedene Krankheitsformen wie Verstopfungen der Eileiter, Missbildungen der Gebärmutter, zervikale Missbildungen, Fehlfunktionen der Eierstöcke, frühzeitige Menopause, Endometriose … feststellen. Uns ist es allerdings immer lieber, von einem Problem, das das Paar betrifft, zu sprechen, denn in vielen Fällen liegen die Ursachen gemischt vor und ferner ist es von entscheidender Bedeutung, dass sich beide Partner, sowohl der Mann als auch die Frau aktiv am ganzen Behandlungsprozeß beteiligen.
Der Eisprung findet in der Mitte des Zyklus statt, wobei der erste Tag der Regel als der Beginn desselben betrachtet wird. Allerdings muß berücksichtigt werden, dass die Eizelle eine ungefähre Lebenszeit von 48 Stunden hat und die männlichen Samen von 72 Stunden. Daher ist es bei einem Paar, das sich mit regelmäßigem Geschlechtsverkehr, zwei bis drei Mal pro Woche, einer Schwangerschaft aussetzt nicht nötig, den genauen Moment des Eisprungs mittels Eisprungkasten, Temperaturmessungen in der Vagina, etc. festzustellen. All diese Methoden bedeuten für das Paar nur noch mehr Stress und wenig konkreten Nutzen.
Dies ist nach einem Jahr ohne Verhütung und ohne erzielte Schwangerschaft zu emmpfehlen. Bei Frauen über 35 Jahren wird empfohlen, nicht mehr als 6 Monate zu warten, da das Alter der Frau ausschlaggebend ist. Die Fruchtbarkeit beginnt sich ab diesem Alter zu verringern, sinkt nochmals ab 38 Jahren und ab einem Alter von 40 Jahren sinkt die Fruchtbarkeit noch deutlicher.
Eine Fortpflanzungklink ist ein medizinisches Zentrum, das sich auf die Methoden der Diagnostik und Behandlung von Unfruchtbarkeit spezialisiert. Man arbeitet mit hochqualifiziertem. Personal und der modernsten Technik. Es wird empfohlen, sich an Gynäkologen mit der Spezialisierung auf Fortpflanzung zu wenden, da manche der Tests bei den normalen Untersuchungen nicht durchgeführt werden.
In unserem Zentrum wird sie innerhalb eines Monats durchgeführt. Man muß hierbei auch wissen, dass wir keine Warteliste für die Befruchtungs-Patienten führen, daher vergeht sehr wenig Zeit zwischen dem ersten Besuch des Paars und unserem Angebot der besten Behandlungsoption für ihre individuelle Situation. Wir führen eine Grunduntersuchung durch, die aus den folgenden Einzeluntersuchungen besteht: eine Ultraschalluntersuchung, Krankheitsgeschichte und Hormonanalyse der Frau, eine Krankheitsgeschichte und Samenanalyse des Mannes und danach wird eine Untersuchung durchgeführt, um die Durchlässigkeit der Eileiter zu prüfen – jedoch nur in den Fällen, bei denen dies nötig ist. So werden unnötige, schmerzhafte und teure Tests vermieden. Unser Hintergedanke hierbei ist, die mögliche Ursache der Unfruchtbarkeit effizient und wirksam festzustellen und dabei das Paar so wenig wie möglich zu belästigen, indem wiederholte Besuche des Zentrums vermieden werden und das Paar stets von der gleichen Person behandelt wird.
Bei derselben Diagnostik sind das Alter der Frau und der Zeitraum, seitdem das Paar versucht, schwanger zu werden, die wichtigsten Faktoren. Die Situation ist anders für ein 39-jähriges Paar, das seit 10 Jahren erfolglos schwanger werden möchte, als für ein anderes 26-jähriges Paar, das erst seit zwei Jahren versucht, schwanger zu werden. Im zweiten Fall wird die Behandlung einfacher sein.
Bei eindeutiger Diagnostik, kann die Behandlung sofort beginnen. Auf jeden Fall kann sie auf den Monat, der für das Paar am besten passt, programmiert werden. Im Fall von Eizellen-Empfängern kann man von einer Wartezeit von ein bis zwei Monaten ausgehen.
Im Fall der künstlichen Besamung werden von unserem Zentrum maximal 4 Versuche empfohlen, da 90% der Schwangerschaften während der ersten 4 Behandlungsreihen erfolgen. Was die „In Vitro“-Befruchtung oder die Mikroeinspritzung anbelangt, so werden in unserem Zentrum niemals mehr als 4 Versuche dieser Behandlungsarten durchgeführt. Im Fall der Eizellenspende ist es schwieriger eine Grenze festzulegen, da hier auch psychologische und finanzielle Faktoren mitspielen.
Bei jedem Test tritt ein kleiner Risikofaktor auf, aber er ist immer minimal. Bei den meisten Verfahren arbeitet man mit Vollnarkose, wobei auch das Risiko vermindert wird. Die hormonelle Medikation ist risikofrei, das Hauptproblem, welches hierbei auftreten könnte, ist eine Überstimulierung der Eierstöcke. Dieses Syndrom tritt auf, weil die Frau auf die Medikation im Übermass reagiert und eine exzessive Anzahl von Eizellen produziert wird, wobei Unterleibsschmerzen, ein Gefühl der Anschwellung und des Unwohlseins verursacht werden. In diesen Fällen wird die Behandlung abgebrochen, um eventuelle Risiken zu vermeiden. Die Zahl der Fälle, bei denen dies auftritt, ist sehr gering und nur in ganz wenigen Fällen ist die Einlieferung in ein Krankenhaus zur näheren Überwachung notwendig. Weitere Risiken, die man in Betracht ziehen muss, sind diejenigen, die im Zusammenhang mit der Eizellenentnahme auftreten können – Blutungen, Infektionen oder andere Komplikationen. Auf jeden Fall lässt sich bezüglich dieser Komplikationen nicht von Prozentzahlen sondern von Promill reden. Was die angewandten Hormone anbelangt, so sind diese sicher und, abgesehen von der ungünstigen Auswirkung der Überstimulierung oder der Mehrlingsschwangerschaften, bestehen keine weiteren Risiken und auch keinerlei Verbindung zu Brust- oder Eierstockkrebs.
In Spanien sind 83% der Schwangerschaften, die durch medizinische Unterstützung entstanden sind, Einzelschwangerschaften, 14% sind Zwillingsschwangerschaften und nur 1% Drillingsschwangerschaften. Dank der verbesserten Wirksamkeit der Behandlungen, treten Mehrlingsschwangerschaften immer weniger auf.
In unserem Zentrum werden ein bis zwei Embryos übertragen, wenn darüber hinaus eine grössere Anzahl von Embryos optimaler Qualität besteht, so werden diese kryokonserviert. Gemäss dem aktuellen und gültigen spanischen Gesetz bezüglich der künstlichen Befruchtung, werden Embryos während einer Zeitdauer von 5 Jahren kryokonserviert. Nach dieser Zeit muss das Paar entscheiden, ob es seine eigenen Embryos benutzen möchte oder diese einem anderen unfruchtbaren Paar oder zu Forschungszwecken spenden möchte oder ob es letztendlich das Ende der Kryokonservierung wünscht.
Ja, obwohl ein geringfügig höherer Prozentsatz von Fehlgeburten besteht als bei der allgemeinen Bevölkerung.
Ja. Das Risiko von genetischen Veränderungen, Missbildungen, etc. sind die gleichen wie für die allgemeine Bevölkerung. Nur in einigen Fällen von genetisch bedingter Zeugungsunfähigkeit beim Mann besteht das Risiko durch die Anwendung der Sameninjektion, die väterliche Zeugungsunfähigkeit an die männlichen Kinder weiterzugeben, wobei der Sohn dann, um Vater werden zu können, die gleiche Behandlungstechnik anwenden müsste.
Das spanische Gesetz erlaubt dies nur zu therapeutischen Zwecken.
Alleinstehende Frauen mit einer irreversiblen Sterilität können diese Techniken anwenden, wobei die Kosten dann vom spanischen Sozialsystem getragen werden; und auch alleinstehende Frauen ohne Sterilitätsprobleme, die Mutter sein möchten, wobei in diesem Falle die ganzen Kosten von der Frau selbst übernommen werden müssen.
Ja, heutzutage ist es dank dem Empfang von gespendeten Eizellen möglich, nach der Menopause Mutter zu werden - physiologisch gesehen, wenn die Eierstöcke versagen oder nach einer Behandlung von Neoplasie-Krankheiten.
Was sie am meisten beschäftigt, ist der Wunsch anonym zu bleiben und dies wird auf jeden Fall absolut garantiert. Obwohl die Behandlungstechnik gut akzeptiert wird, wünschen sie die grösstmögliche Diskretion. Selbstverständlich beschäftigt sie auch der Gesundheitszustand der Spender und die körperliche Ähnlichkeit dieser mit ihnen selbst. In unserem Zentrum wird grossen Wert darauf gelegt, dass die körperliche Ähnlichkeit sowohl der Samenspender als auch der Eizellenspenderinnen, mit denen der Eltern grösstmöglich ist.
Das Erzielen einer Schwangerschaft bei einem Paar mit Fruchtbarkeitsproblemen kann zwischen 800 und 6.000 Euros kosten, wenn man eine der Techniken von künstlicher Befruchtung anwendet. Allerdings hängt der Preis nicht nur von der angewendeten Behandlungstechnik ab, sondern auch davon, wie häufig diese angewendet wurde.
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