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Die Unfruchtbarkeit bringt Veränderungen im Eheleben mit sich. Es ist möglich, dass das Paar Gefühle der Wut und Schuld erlebt, aber auch gleichzeitig Schmerz und Hoffnung. Das gemeinsame Erleben der Unfruchtbarkeitskrise wird das Vertrauen und die Nähe des Paars vergrössern. Diese Erfahrung wird gemeinsam erlebt und gemeistert. Manche Paare werden sich bewusst, dass sie im Laufe dieser Zeit fähig sind Probleme zu diskutieren, die vorher nie angesprochen wurden, die aber schon immer da waren. In manchen Fällen reicht es nicht aus,nur innerhalb des Paars über die Gefühle zu reden. Daher kann es hilfreich sein, mit Freunden und Verwandten über das Problem zu reden, obwohl dies nicht immer möglich ist.
Die Unfruchtbarkeit kann möglicherweise eng mit dem “Kindermachen” verbunden sein, was ein wichtiger Ausdruck aus der Sexualität ist. Dies bedeutet, dass die Sexualität, die etwas persönliches, eigenes und intimes ist, auf einmal im Rampenlicht stehen wird. Fragen über die Mutterschaft und Vaterschaft werden auftauchen. Der Sex kann eine mechanische Routinehandlung werden und programmiert sein inbezug auf den besten Moment der Empfängnis.
Aber es gibt auch viele Seiten der Sexualität, die sich während der Fruchtbarkeitsbehandlung und den –untersuchungen verbessern können. Der Sex hat jetzt unterschiedliche Bedeutungen. Der programmierte Sex zu einem ganz bestimmten Zeitpunkt, dient zur Lösung der Unfruchtbarkeit. Die Sexualität ist auf der anderen Seite direkt mit dem Genuss verbunden und muss keinem konkreten Ziel dienen. Das Bewahren der Liebe, der Sexualität und auch der guten Laune während der Behandlung verbessert das Wohlbefinden des Paars. Es hilft auch zu denken, dass dies nur ein schwieriger Moment ist im Leben des Paars, der aber auf die eine oder andere Weise gelöst werden kann. Das Leben geht während der Behandlung und auch danach weiter. Und es ist möglich, dass es als Ergebnis der Behandlung ein neues Familienmitglied, ein Baby geben wird. Es lohnt sich immer, sich für den Erhalt der Paarbeziehung einzusetzen. Die eigenen Gefühle mit dem Partner zu teilen, wird neue Wege eröffnen und man lernt sich so gegenseitig auf eine andere Art kennen und kommt sich näher, sogar sich selbst als Individuum. |